Kork-Fertigparkett verlegen | WOHNTEC Fußbodentechnik Berlin


Kork-Fertigparkett (Klick-Kork) findet im gesamten Wohnbereich, außer in Feuchträumen, sowie in öffentlichen Gebäuden wie z. B. Büro und Kindergarten seinen Einsatz.
Damit Sie lange Freude an Ihrem Korkboden haben, sollten Sie folgende Hinweise und Tipps unbedingt beachten.
Untergrund vorbereiten
Der Untergrund muss den allgemein anerkannten Regeln des Fachs als verlegereif gelten (VOB, DIN 18356 „Parkettarbeiten"). Ein sauberer, trockener, ebener, rissfreier, zug- und druckfester Untergrund ist die Voraussetzung für eine fachgerechte Verlegung. Des weiteren müssen Unebenheiten von mehr als 2 mm je laufendem Meter ausgeglichen werden. Der Feuchtigkeitsgehalt (Restfeuchte) darf bei Zementestrich max. 2 % CM und bei Anhydritestrich max. 0,5 % CM betragen. Alle mineralischen Untergründe und Böden in nicht unterkellerten oder feuchten Räumen erfordern vor der Verlegung eine Dampfsperre. Wir empfehlen dafür eine 0,2 mm starke PE-Folie, bei der die Stoßstellen 20 cm überlappend verlegt und abgeklebt werden. Zur Wand hin wird die Folie wannenartig hochgezogen und später bündig abgeschnitten. Kork-Fertigparkett kann auch auf alten Dielenböden verlegt werden. Die Verlegung muss jedoch quer zum Dielenboden erfolgen. Die alten Dielen müssen schwingungsfrei sein und eventuell nachgeschraubt werden. Als Trennschicht zwischen dem Kork-Fertigparkett und dem Dielenboden empfehlen wir ein Bau- oder Kraftpapier. Weiche Nutzböden wie z.B. Teppich oder Nadelfilz müssen vor der Verlegung entfernt werden.
Kork-Fertigparkett Verlege-Tipps
Vor der Verlegung der
Korkdielen, müssen die Pakete 1-2 Tage ungeöffnet zur Akklimatisierung in dem Raum gelagert werden, in dem der Boden verlegt werden soll. Die Raumtemperatur soll während der Lagerung und der Verlegung 20° C (mind. 15° C), bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 50-60 %, betragen. Um dies zu gewährleisten muss bei einem Neubau die Heizung in Betrieb, die Türen und Fernster eingebaut sein. Kork-Fertigparkett ist in technischer Hinsicht für Fußbodenheizung geeignet. Wir weisen aber darauf hin, dass es durch die direkte Wärmeeinwirkung am Boden, in langen Heizperioden, zu geringer Fugenbildung kommen kann. Die Oberflächentemperatur von 28° C darf nicht überschritten werden. Wir empfehlen daher bei einer Warmwasserfußbodenheizung eine H-Fugenverleimung mit Weißleim (D3). Auf Elektrofußbodenheizung raten wir grundsätzlich von einer Verlegung ab.
Tipp 1

Eine Dehnfuge von mind. 10 mm zwischen Korkboden und Wand, sowie zu allen festen Bauteilen wie Heizungsrohre, Türzargen usw., muss eingehalten werden. Bei großen Räumen (ab 8 m Breite) muss die Dehnfuge mind. 1,5 mm pro Meter max. Raumbreite betragen (z. B. 10 m max. Raumbreite = 15 mm Dehnfuge). Die Bodenfläche von 80 m² in einer Fläche sollte nicht überschritten werden.
Tipp 2

Es ist zu empfehlen an einer geraden Wand längs zum Lichteinfall von links nach rechts zu beginnen. Bei den Dielen der ersten Reihe wird die Feder der Langkante mit einer geeigneten Säge abgeschnitten, so dass die Schnittkante zur Wand zeigt. Die folgenden Dielenreihen sollen mind. 1/3 versetzt verlegt werden. Optimal ist die Verlegung im Halbverband.
Tipp 3

Kork-Fertigparkett wird üblicherweise nicht geleimt, sondern trocken verlegt. Dabei werden die einzelnen Dielen mit der Feder der Langkante in die Nut der davor liegenden Diele in einem Winkel von 20-30° eingedreht, indem man die Diele auf und ab bewegt.
Tipp 4

Die Kurzkante schlagen Sie vorsichtig mit einer Schlagleiste ineinander. Bei zu starkem Zusammenklopfen kann sich die Korkauflage im Kantenbereich hochdrücken. Für die letzte Diele in einer Reihe benötigen Sie ein Zugeisen zum Zusammenfügen.
Tipp 5

Die letzte Dielenreihe wird in die richtige Breite gesägt. Dabei ist auf die Dehnungsfuge zu achten! Danach wird die Dehnungsfuge mit einer Fußleiste abgedeckt. Sie darf allerdings nicht zu dicht auf dem Kork-Fertigparkett liegen, um die Bewegungsfreiheit des Bodens nicht zu beeinträchtigen.
Tipp 6

Für Rohranschlüsse werden Löcher gebohrt, deren Durchmesser ca. 20 mm größer sind, als der des Rohres. Nachdem die Diele verlegt ist, wird das Reststück eingesetzt. Die Abdeckung erfolgt nachträglich mit Rosetten.
Tipp 7

Ausklinkungen können mittels Säge und Stecheisen vorgenommen werden.
Tipp 8

Feste Bauteile wie Türzargen müssen gekürzt werden, damit das Kork-Fertigparkett darunter liegen kann. Es darf nicht anstoßen. Vor der Kürzung der Türzarge muß geprüft werden, dass die Türzarge dauerhaft befestigt ist. Ein Absacken der Türzarge könnte die Bewegungsfreiheit des Korkbodens beeinträchtigen.
Tipp 9

Übergänge zwischen Korkboden und anderen Bodenbelägen, sowie zwei aneinanderliegenden Räumen müssen mit einem Übergangsprofil abgedeckt werden.
Nachdem Sie die letzte Diele verlegt haben, können Sie den Boden sofort betreten und mit der Montage der Fußleisten beginnen.
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